Die richtige Gesichtspflege für Schwangere




Schwangere sehen oft toll aus und haben strahlend rosige Haut. Doch es gibt auch das ein oder andere Hautproblemchen. Damit Pickel, Dehnungsstreifen und Co. gar nicht erst eine Chance bekommen, haben wir die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt. Denn in dieser besonderen Zeit hat die Haut intensive Aufmerksamkeit verdient.

Was passiert jetzt mit der Gesichtshaut?

Bei vielen Schwangeren sieht die Gesichtshaut oft schön glatt und frisch aus. Das liegt am Östrogen. Zum einen lagert sich mehr Wasser im Gewebe ab, sodass ganz nebenbei sogar kleine Fältchen verschwinden. Zum anderen wird die Haut in der Schwangerschaft besser durchblutet. Eine angenehme Folge daraus: Die Haut neigt weniger zu Unreinheiten. Allerdings ist das nicht bei allen Frauen gleich. Das Hormonhoch kann auch die Produktion der Talg- und Schweißdrüsen anregen. Das lässt Pickel und Mitesser sprießen. Zum Glück legt sich das meistens nach den ersten drei Monaten, da der Körper dann besser mit der Hormonausschüttung klarkommt.

Ein strahlend schöner Teint bei …

… trockener Gesichtshaut

Eine gründliche Reinigung ist ganz wichtig für alle Hauttypen. Bei trockener Haut: Keine normalen Seifen oder Waschlotionen nehmen, das trocknet noch mehr aus. Sanfte Produkte, am besten spezielle Waschcremes, sind hier geeignet. Die rückfettenden Stoffe helfen, den Schutzmantel der Haut zu erhalten und verwöhnen den Teint mit einer Extra-Portion Feuchtigkeit. Die ideale Tagescreme für spröde Haut sollte sowohl Fett als auch Feuchtigkeit enthalten. Sehr pflegende Inhaltsstoffe für die trockene Haut in der Schwangerschaft sind zum Beispiel Vitamin E, Hyaluronsäure, Harnstoff und Aloe Vera. Eine reine Feuchtigkeitscreme ohne Fett kann zur Folge haben, dass die Haut Wasser verliert. Extra-Tipp: Benutzen Sie mindestens einmal pro Woche eine Feuchtigkeits-Maske. Das macht die Haut prall und strahlend.

… unreiner Gesichtshaut

Bei eher fettiger Haut ist eine porentiefe Reinigung genau richtig. So wird verhindert, dass die Talgdrüsen verstopfen, denn der Schmutz-Film wird von der Hautoberfläche entfernt. Ein perfekter Helfer sind Peel-off-Masken. Auf der Haut bildet sich eine Art Film, der beim Abziehen Hornschüppchen und Unreinheiten ganz einfach entfernt. Damit die Pickel auch dauerhaft weg bleiben, ist eine Feuchtigkeitscreme, die wenig Fett enthält, genau richtig. Tipp zum Selbermachen: Nehmen Sie einen Würfel Backhefe und verrühren Sie ihn mit etwas warmem Wasser zu einem dickflüssigen Brei. Auf das Gesicht auftragen und nach etwa fünf Minuten mit lauwarmem Wasser abspülen.

… Pickelchen am Dekolleté

Leider ist während der Schwangerschaft manchmal die zarte Haut am Dekolleté etwas unrein. Hilfreich ist hier eine Packung aus Heilerde. Wie ein Löschblatt saugen die mikrofeinen Quarzkristalle Bakterien, Schmutz und Talg auf. Rühren Sie einfach drei Esslöffel Heilerde mit lauwarmem Kamillentee zu einem Brei, das ganze aufs Dekolleté geben und nach dem Trocknen lauwarm abwaschen. Als Pflege eine Creme mit gewebestraffender Wirkung sanft einklopfen.

… bei Rötungen der Haut

Wenn Frauen unter erweiterten Äderchen, also unter Couperose leiden, kann das bei Schwangeren problematisch werden, denn sie neigen häufig zu sehr roten Wangen. Durch das Östrogen-Hoch wird die Haut zwar feiner, aber die Gefäße erweitern sich auch. Damit das Blut leichter zirkulieren kann, gibt es häufig sogar neue Miniblutbahnen, die extra gebildet werden. Denn während der Schwangerschaft befinden sich etwa eineinhalb Liter mehr Blut im Körper.

Neutralisieren können Sie diese Rötungen mit Abdeckcremes oder -stiften in Grüntönen. Bei Couperose sollte außerdem alles vermieden werden, was die Durchblutung noch zusätzlich anregt. So zum Beispiel Saunabesuche, Sonnenbäder, scharfe Gewürze, extreme Kälte und intensive Peelings. Wenn Sie dennoch aufs Peelen nicht verzichten wollen, besser zu sanften Enzympeelings oder solchen mit Mikrokügelchen wechseln.

… ganz normaler Haut

Verwenden sie zusätzlich zur täglichen Reinigung Masken mit weißem Ton. Sie entfernen fast alles an, was die Haut belastet. So wirkt es: Der Ton bindet Schmutz, Talg und Bakterien – die Poren werden regelrecht sauber geputzt. Die Erde gibt es zu kaufen. Für eine Gesichtsmaske drei Esslöffel davon mit lauwarmem Wasser zu einem dickflüssigen Brei mischen. Kurz quellen lassen, auf das Gesicht auftragen und nach 15 Minuten mit lauwarmen Wasser abspülen. Danach ist die Haut besonders aufnahmefähig für Pflegestoffe. Bei müder Haut geben belebende Cremes neue Power und bringen den Teint wieder zum Strahlen. Wer der Leuchtkraft noch etwas mehr nachhelfen möchte, darf auch etwas mogeln und zwar mit Gesichtscremes, die sanft dosierte Bräunungswirkstoffe enthalten. Bei regelmäßiger Anwendung baut sich so eine dezente Bräune auf und Sie müssen sich nicht der Sonne aussetzen.