Die geeignete Körperhautpflege in der Schwangerschaft




Auch die Körperhaut sollte in der Schwangerschaft besondere Pflege erhalten. Wir haben Tipps zur geeigneten Körperhautpflege in der Schwangerschaft für Sie zusammengestellt.

Wie entstehen Dehnungsstreifen?

Während der Schwangerschaft wird der Bauch ganz schön in Mitleidenschaft gezogen. Das ist auch kein Wunder, so wie seine Haut sich dehnen muss. Doch was sind Schwangerschaftsstreifen eigentlich? Medizinisch richtig heißen sie Striae. Es handelt sich um feine Risse im Unterhautgewebe. An diesen Stellen wird die Haut dünner, die Blutgefäße schimmern leicht bläulich-violett durch. Später dann vernarben die Stellen, und die Streifen werden weißlich. Am meisten betroffen ist natürlich der Bauch. Aber auch die Hüften, Po und die Brüste, manchmal sogar Oberschenkel und Oberarme. Neben einem schwachen Bindegewebe sind auch hormonelle Einflüsse dafür verantwortlich. Zum Beispiel fördert ein hoher Cortisolspiegel bei Schwangeren oder in der Pubertät Dehnungsstreifen. Das Hormon Cortisol sorgt dafür, dass mehr Wasser eingelagert wird und verschlechtert parallel dazu die Fähigkeit sich zu dehnen. Abhängig ist der Schweregrad der Streifen auch von der jeweiligen Gewichtszunahme in der Schwangerschaft.

So fühlen sich Schwangere in ihrer Körperhaut wohl

Zum Glück kann man eine Menge tun, um die lästigen Dehnungsstreifen zu vermeiden oder zumindest zu minimieren: Dehnt sich der Bauch, juckt er ab und zu. Wichtig ist es, nicht zu kratzen, denn die sehr gespannte Haut kann sich besonders leicht entzünden. Sehr gut ist es auch, alles zu vermeiden, was die Körperhaut austrocknet. So sollte das Duschen nicht zu heiß und nicht zu lang ausfallen. Hilfreich sind reichhaltige Duschcremes mit vielen Pflegestoffen, beziehungsweise rückfettende Duschöle oder solche mit Sheabutter.

Schwangere baden häufig gern. Aber auch hier gilt: Die Temperatur des Wassers sollte nicht zu hoch sein, am besten Kinderbad-Temperatur auf dem Thermometer, das Bad sollte nicht zu lang dauern. Optimal sind 10-15 Minuten. Verwenden Sie ein Ölbad, das pflegt die Haut und trocknet sie nicht aus.

Massieren Sie nach dem Bad eine Bodylotion in die noch feuchte Haut ein. Sie sollte intensiv sein und eine straffende Wirkung haben, damit die Haut geschmeidig und elastisch bleibt. Tipp: Legen Sie die Pflege in den Kühlschrank, das ist besonders angenehm und hilft auch gegen einen juckenden Bauch. Achtung: Keine kühlenden Lotions benutzen, denn die enthalten Alkohol und trocknen eher aus. Einige Hebammen schwören auf Aloe-Vera-Gel. Das aus der Wüstenpflanze gewonnene Gel mildert den Juckreiz und kühlt.

Eine tolle Idee: Nehmen Sie auch unterwegs eine kleine Menge Bodylotion mit, dann können Sie jederzeit nachcremen, wenn es nötig ist. Super für die Körperpflege während der Schwangerschaft: regelmäßige Bürstenmassagen, denn die kurbeln die Durchblutung an und stärken das Bindegewebe. Auch Peelings sind erlaubt, aber bitte nicht häufiger als zweimal pro Woche. Sie sollten nur sanfte Körnchen verwenden. Ideal sind Duschpeelings. Tipp: Gesichtspeelings sind sanfter als Körperpeelings, deshalb können Sie auch diese verwenden. Ein Peeling rubbelt abgestorbene Zellen weg, entschlackt das Bindegewebe und fördert die Durchblutung.

Problem: Pigmentflecken während der Schwangerschaft

Durch den veränderten Hormonspiegel gerät auch die Pigmentbildung der Haut unter Umständen aus dem Gleichgewicht und kann sich verstärken. So werden Muttermale und auch die Brustwarzen dunkler. Auch gibt es häufig, meist ab dem dritten Schwangerschaftsmonat, die sogenannten Schwangerschaftsmasken. Das sind leichte dunkle Flecken auf Stirn, Nase und Wangen. Verantwortlich ist das melaninstimulierende Hormon MSH. Es aktiviert die Hautzellen, die die Hautpigmente (Melanozyten) bilden. Es entstehen unregelmäßige Verfärbungen.

Unser Tipp: Korrigieren Sie die Flecken mit einem Camouflage-Make-up. Auch Puder hilft, die Flecken etwas dezenter wirken zu lassen. Übrigens: Sonne verstärkt die Pigmentbildung noch zusätzlich, deshalb unbedingt eine Creme mit Lichtschutzfaktor verwenden. Und das nicht nur beim Sonnenbaden im Urlaub, sondern immer dann, wenn Sie nach draußen gehen. Am besten eine Tagescreme mit enthaltenem Sonnenschutz verwenden, dann sind Sie automatisch geschützt.

Eine weitere Folge der erhöhten Pigmentbildung ist auch die „Linea nigra“. Diese dunkle Linie zeichnet sich ganz oft ab ca. der 18. Schwangerschaftswoche auf dem Bauch ab und führt vom Bauchnabel in Richtung Schambein. Nach der Geburt verblasst sie meist wieder. Zum Glück verschwinden auch die anderen Verfärbungen meistens nach der Geburt wieder. Wichtig: Verzichten Sie während der Schwangerschaft auf jeden Fall auf Hautaufheller, sogenannte Pigmentcremes. Sie enthalten Bleichmittel und andere Wirkstoffe, die gerade jetzt bedenklich sind.